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Ausgezeichnetes Projekt: „European Voices across generations“

Was lief in den 80ern im Radio? Was kam bei Teenagern damals auf den Teller, und was davon gibt es heute noch? Und wie war das eigentlich, als in Deutschland die Mauer fiel und in Spanien eine Diktatur zu Ende ging?

Diese Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler unserer 9. Klasse im Schuljahr 2025/26 gestellt, und weil sie nicht allein auf Antworten kommen wollten, arbeiteten sie im eTwinning-Projekt mit einer Partnerklasse aus Spanien zusammen.

Mit trockenen Jahreszahlen hatte das Ganze wenig zu tun, denn die Jugendlichen wollten Geschichte nicht nur aus Büchern kennenlernen, sondern ein Gefühl dafür bekommen. Deshalb recherchierten sie gemeinsam und verglichen ihre Ergebnisse, während sie überlegten, was sich seit damals verändert hat und was überraschend vertraut geblieben ist.

Richtig spannend wurde es, als die eigenen Familien ins Spiel kamen. Eltern und Großeltern erzählten von ihrer Jugend, von Mode, Musik und Essen, aber auch von Hoffnungen und großen Umbrüchen. Dadurch entstanden echte Zeitzeugenberichte, und aus Fakten wurden persönliche Geschichten.

Ein Highlight war der Austausch mit den Teams in Spanien. Obwohl die Sprachen verschieden waren und auch der Alltag nicht derselbe, merkten die Schülerinnen und Schüler schnell, wie viel sie verbindet. Sie erzählten von ihrem Leben, stellten Fragen und verglichen ihre Erfahrungen, sodass am Ende alle einig waren: Die Gemeinsamkeiten überwiegen.

Genau das macht eTwinning aus, denn Lernen passiert hier nicht nur im Klassenzimmer, sondern über Grenzen hinweg, persönlich und auf Augenhöhe. Dadurch wird Europa für die Jugendlichen zu etwas, das sie selbst erleben.

Zum Schluss trugen die Schülerinnen und Schüler ihre Recherchen, kreative Beiträge und persönliche Eindrücke in Form eines digitalen Magazins zusammen.

Für ihre Arbeit erhielt die Gruppe das eTwinning-Qualitätssiegel des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD). Gelobt wurden unter anderem die kreative Zusammenarbeit, der gelungene Einsatz digitaler Medien und das durchdachte pädagogische Konzept.

„European Voices across generations“ zeigt: Geschichte verbindet, und zwar Generationen genauso wie Länder und Menschen. So wird Europa für junge Leute ganz konkret und lebendig.