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Mannlich-Schüler beim Antrittsbesuch des Bundespräsidenten in Saarbrücken zu Gast

Eine geheimnisvolle Einladung der Staatskanzlei des Saarlandes erreichte das Christian von Mannlich-Gymnasium vor einigen Wochen. Um eine Veranstaltung zum Thema Demokratie sollte es gehen, um das Übernehmen von Verantwortung in der Gesellschaft. Damit um Inhalte also, die für die Homburger UNESCO-Projektschule Kernelemente ihres Profils sind. Schülerinnen und Schüler sollten für die Teilnahme ausgewählt werden, die sich in vorbildlicher Weise als Redakteure des Schulmagazins „Mannlich.mag“ hervorgetan haben. Im fünften Jahr publiziert das Mannlich-Gymnasium mittlerweile das Magazin, über das Bildungsminister Ulrich Commerçon in einem Vorwort schrieb, es setzte „im Saarland Maßstäbe“.

Große Vorfreude stellte sich ein, als schließlich offiziell bekannt wurde, dass die Gymnasiasten dafür ausgewählt wurden, mit rund 100 anderen geladenen Gästen aus den Bereichen Medien, Ehrenamt, Journalismus und Schule auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Frau Elke Büdenbender zu treffen, die im Rahmen ihrer „Deutschlandreise“ zum Antrittsbesuch im Saarland sind.

„Orte der Demokratie“ stellt der Bundespräsident in den Mittelpunkt dieser Besuche und er möchte dabei vor allem auf Menschen treffen, die durch ihr vorbildliches gesellschaftliches Engagement zur Spitze unserer demokratischen Kultur gehören.

So trafen fünf Gymnasiasten des Mannlich-Gymnasiums an diesem Dienstag, begleitet von ihrem Lehrer Jan Weißler, der mit seinem Kollegen Friedel Böhnlein für das Schulmagazin verantwortlich ist, auf den ersten Mann im Staat und die zahlreichen Ehrengäste aus der saarländischen Landespolitik.

In seiner Ansprache in der Staatskanzlei machte der Bundespräsident den Gästen Mut, sich für die Demokratie zu engagieren. Die Bereitschaft, sich in der Gesellschaft einzusetzen, müsse wertgeschätzt werden, gerade in Zeiten, in denen es Anzeichen dafür gebe, dass man sich um die Demokratie kümmern müsse. Das zeige sich zum Beispiel daran, dass die Sprache härter werde und Hass allenthalben durchschlage.

Bei der sich anschließenden Gesprächsrunde bestärkte Steinmeier die Schüler in ihrem Engagement für die Demokratie. Mannlich-Schülersprecher Nils Zarn, Klasse 12, zeigte sich danach beeindruckt von der Offenheit des Präsidenten und seiner Frau und auch Maike Schröer, Schülerin der 9. Klasse am Mannlich und Mitglied der Querdenker-Fördergruppe, war besonders von der „Nähe und Gesprächsbereitschaft des Bundespräsidenten beeindruckt“. Für eine freudige persönliche Note des Gesprächs sorgte Naomi Seitz, Klasse 10, die sich dem Bundespräsidenten als seine Patentochter vorstellte. Für das siebte Kind der Familie übernimmt der Bundespräsident die Ehrenpatenschaft – so wie bei Naomi. Auf dieser gemeinsamen Ebene blieben Bundespräsident Steinmeier und seine Frau lange am Mannlich-Tisch und posierten nach intensivem Gespräch gut gelaunt mit den Homburger Schülern für ein Erinnerungsphoto. „Ein tolles Erlebnis“, und ein „wirklich ganz anderes Gefühl im direkten Kontakt mit Politikern“ fassten Osman Ibo und Niklas Thum nach der Veranstaltung ihre Eindrücke zusammen.

Am Rande des Empfangs kamen die Mannlich-Schüler auch mit dem frisch gewählten Ministerpräsidenten Tobias Hans ins Gespräch, der als Absolvent des Christian von Mannlich-Gymnasiums von seiner Zeit als Redakteur des Schulmagazins zu erzählen wusste, das damals noch „Mannlich im Spiegel“ hieß. Wenn auch der Weg von der Redaktion eines Schulmagazins in eine politische Spitzenposition sicherlich kein Automatismus ist, so sagt die Mitarbeit dort doch viel über das Lernen und Leben demokratischer Werte. Wer sich dort aktiv und verantwortlich dafür einsetzt, dass unsere Gesellschaft eine gute Zukunft hat, der hat mehr gelernt als das, was ein klassischer Fächerkanon lehren kann.