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Ein kleines Jubiläum – 10 Jahre Schuman-Austausch am Christian von Mannlich-Gymnasium

Was ist der Schuman-Austausch?

„Jede Schülerin und jeder Schüler soll grundsätzlich Gelegenheit haben, auf freiwilliger Basis einen spürbaren Teil ihrer Schulzeit an einer Schule in einem anderen Sprachraum zu verbringen, mit umfassender Betreuung in Gastfamilien und Internaten“ (aus: Zukunftsbild 2020: Die Mehrsprachigkeit der Großregion (Santer-Kommission 2003)). Das Grundprinzip Das SCHUMAN-Programm ist ein individuelles Schüleraustauschprogramm. Die Schülerinnen und Schüler, die sich für den Austausch bewerben, werden von den Schulbehörden der teilnehmenden Regionen verpartnert und verbringen ihren Auslandsaufenthalt in der Familie und an der Schule des jeweils zugewiesenen Austauschpartners. (zitiert nach: http://schuman-programm.eu/)

Das Schuman-Austauschprogramm an unserer Schule

Der Schuman-Austausch, seit nunmehr 10 Jahren ein fester Termin im Mannlich-Jahreskalender, bewegt sich auch 2019 auf bewährten Pfaden: ein gemeinsamer Eltern und Schüler-Abend zur Vorbereitung vor der Ankunft der Gäste, der Begrüßungsumtrunk am ersten Tag in der Schule.

In diesem Jahr konnte Herr Dr. Holzer in Vertretung des Schulleiters gleich Gäste aus zwei Staaten der Großregion begrüßen: 6 Teilnehmerinnen am diesjährigen Austausch kommen aus Lothringen und eine aus Belgien.

Die beliebten kleinen Aufmerksamkeiten zum Auftakt fanden auch in diesem Jahr wieder Anklang: eine Brezel, eine kleine Schultüte mit typischen Süßigkeiten und ein UNESCO-Bleistift und das Reisetagebuch, um den Austausch zu dokumentieren. Der UNESCO-Bleistift erwies sich als so beliebt, dass auch die deutschen Partnerinnen aus den Klassenstufen 8 und 9 sich einen wünschten und gemeinsam wurden damit auch gleich im Reisetagebuch erste Eintragungen vorgenommen.

Was ist eigentlich das Besondere am Schuman-Austausch? – Die einfache Antwort: das Gewöhnliche, das Eintauchen in den Alltag der Partnerin: in der Schule, in der Familie, in der Freizeit. Kein großartig vorgegebenes Programm, sondern Mit-Er-Leben, dabei sein, wenn die Partnerin zum Sporttraining geht, dabei sein, wenn die Oma besucht wird, einfach bei allem dabei sein und im deutschen, im Homburger Alltag mitmachen. Und da haben sich die deutschen Gastgeber wahrlich schon viel einfallen lassen: die Saarschleife wurde bereits am ersten Wochenende besucht ebenso wie das UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Für den Martinsumzug steht für die Austauschschwester schon eine Laterne oder eine Fackel bereit, Karten für ein deutsch-französisches Theaterstück im Theater Überzwerg sind vorbestellt. Die Familien öffnen ihr Haus für die französischen Gäste und werden in diesen beiden Wochen auch gleichzeitig ein wenig französischer.

Um die Zeit in Homburg auch mit einer liebgewonnen Tradition zu beschließen, geht es zum Abschluss noch zur Führung in die Schlossberghöhlen – natürlich auch zweisprachig: auf deutsch und französisch.

Aber damit ist ja noch lange nicht Schluss, denn der Besuch bei den Partnerinnen steht direkt anschließend an – und das gemeinsame deutsch-französische Entdecken geht weiter!


Uta Elisabeth Neumüller