Abrahamisches Team
Als UNESCO-Projektschule führte die Jahrgangsstufe 10 anlässlich des Internationalen Tages der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung (21.05.26) einen Trialog mit einem Abrahamischem Team. Die UNESCO hat diesen Welttag vor 24 Jahren initiiert, um den interkulturellen Dialog und das Verständnis für kulturelle Vielfalt zu vertiefen und eine auf den Menschenrechten basierende Zusammenarbeit weltweit zu fördern.
Als Abrahamisches Team kamen am 09. Juni 2026 Herr Benny Salz, Herr Hamzar Nazeer und Frau Stephanie Krauch zu uns an die Schule. Sie gehören zum Abrahamischen Forum in Deutschland, bei dem es sich um einen Zusammenschluss von Persönlichkeiten u.a. aus dem Judentum, Islam und Christentum mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der jeweiligen Religionen handelt. Juden, Muslime und Christen berufen sich alle auf Abraham (Ibrahim) und deshalb setzen sich die Abrahamischen Teams gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen ein. Sie möchten so u.a. Vorurteilen und Unwissen entgegenwirken.
In einer ersten Gesprächsrunde erfuhren wir viel über die Gemeinsamkeiten der drei abrahamischen Religionen, aber auch über die Unterschiede, die man respektieren soll.
Ein sehr wichtiger Gedanke war auch, dass es nur in der Demokratie, in der es eine Trennung von Staat und Religion gibt, wirkliche Religionsfreiheit gibt und dass man dieses Privileg in einer Demokratie zu leben, nicht hoch genug schätzen kann. Religionsfreiheit in der Demokratie bedeutet aber auch, dass die Religionsfreiheit und Toleranz dort endet, wo gelebte Religion gegen das Grundgesetz bzw. die Menschenrechte verstößt.
Im zweiten Teil unseres Trialogs bekamen die Schüler*innen Textstellen, die sie der Thora, der Bibel oder dem Koran zuordnen sollten. Dieser Vergleich zeigte, dass sich alle drei Religionen im ethischen Bereich an Normen halten, die inhaltlich mit den Zehn Geboten der Thora übereinstimmen und die u.a. die Werte Menschenwürde, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Frieden schützen. Auch die Bewahrung der Schöpfung, also der Einsatz für Nachhaltigkeit, ist allen drei Religionen gemeinsam. Somit wurde sehr gut vor Augen geführt, dass die drei Religionen Judentum, Islam und Christentum ein großes Friedenspotenzial besitzen, das sie in unsere Gesellschaft und weltweit einbringen können.
Wir danken Frau Krauch, Herrn Salz und Herrn Naseer, die als zugewandte und authentische Gesprächspartner mit großen Wissen über die Religionen und als überzeugendes Team dieses Gespräch mit uns führten und freuen uns sehr auf eine weitere Zusammenarbeit!


