
Gegen das Vergessen
Gedenkveranstaltung zum Bombenangriff auf Homburg
Es war kurz nach 20 Uhr, als am 14. März 1945 rund 450 Tonnen Sprengbomben von britischen Bombern über der Stadt Homburg innerhalb einer halben Stunde abgeworfen wurden und eine furchtbare Spur der Zerstörung sowie des Leids hinterließen. Der Angriff kam für die Homburger Bevölkerung völlig unerwartet. Gut 80 Prozent der Homburger Innenstadt wurden zerstört, mehr als 200 Männer, Frauen und Kinder verloren in dieser schrecklichen Nacht ihr Leben. Und auch nach 80 Jahren können aufmerksame Beobachter die tiefen Wunden in der Stadt sehen, welche die Erinnerung an das unsägliche Leid dieser schrecklichen Bombennacht wachhalten.
Diese Erfahrung machten anlässlich dieses traurigen Jahrestages die Schülerinnen und Schüler der Europa-AG, als sie an einer ergreifenden Führung durch Homburg teilnahmen, welche die Geschehnisse jener Nacht eindrücklich nachzeichnete und die Schrecken dieses Krieges, und damit die Schrecken aller Kriege veranschaulichte. Im Anschluss an den Erkundungsgang durch Homburg folgte die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung auf dem Ehrenfriedhof der Stadt, bei der die Opfer gewürdigt und ihrer in Stille gedacht wurde.
Als Schule ist es auch in unserer Verantwortung, die Erinnerung an dieses Ereignis lebendig zu halten und zugleich der jungen Generation die Bedeutung des Gedenkens zu vermitteln. Es ist uns ein besonderes Anliegen als Ort der Bildung, aus der Geschichte wertvolle Lehren zu ziehen, um den Opfern mit Respekt zu begegnen und gleichzeitig das Bewusstsein für Frieden und Verständigung in Europa zu stärken.
