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Schüleraustausch nach Italien – Zwei Wochen in Albano Laziale

Vom 8. bis zum 21. Februar hatte ich, Schülerin der 11. Klasse, die Möglichkeit, im Rahmen eines Austauschs innerhalb des Erasmus+-Programms zwei Wochen in Italien zu verbringen. Ziel war die Stadt Albano Laziale, etwa 25 Kilometer von Rom und 24 Kilometer vom Meer entfernt.

Besucht habe ich das traditionsreiche Liceo Classico Ugo Foscolo, ein humanistisches Gymnasium mit Schwerpunkt auf alten Sprachen wie Latein und Altgriechisch sowie Literatur und Sprachwissenschaft. Ich nahm am Unterricht in verschiedenen Klassen teil und erhielt so vielfältige Einblicke in das italienische Schulsystem. Besonders interessant waren die sogenannten Cambridge-Klassen, in denen einige Fächer auf Englisch unterrichtet werden. Dort sind immer zwei Lehrkräfte anwesend, darunter eine englische Muttersprachlerin.

Ich fand es spannend zu sehen, wie anders Schule in einem anderen Land sein kann. Man merkt sofort, dass auch die Mentalität und das Miteinander ein wenig verschieden sind.

Während meines Aufenthalts besuchte sich mit neuen Freundinnen Rom und erkundete nach dem Unterricht häufig die Stadt Albano. Auch mit meiner italienischen Gastfamilie nahm ich an Karnevalsfeiern teil und besichtigte kleine Nachbarorte. Besonders beeindruckend war für mich die Landschaft: Albano liegt in einer vulkanisch geprägten Region mit Kraterseen und einer faszinierenden Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Viele antike Spuren sind bis heute sichtbar.

Ein unvergesslicher Moment war der Blick von der Schule aus über die Stadt bis hin zum Meer. Dieser Ausblick war einfach wunderschön – das werde ich nie vergessen.

Der Unterricht über die griechische Mythologie, die römischen Götter und die Geschichte des Römischen Reiches war besonders interessant, da viele historische Orte direkt in der Umgebung liegen. Trotz kleiner Herausforderungen, vor allem wenn der Unterricht ausschließlich auf Italienisch stattfand, fühlte ich mich stets unterstützt. Manchmal war ich traurig, dass ich nicht besser Italienisch spreche, aber viele Lehrer haben versucht, auf Englisch oder sogar Deutsch zu erklären.

Besonders hervorzuheben ist, dass der Austausch im Rahmen des Programms kostenfrei war. Die Dauer eines solchen Aufenthalts kann flexibel gestaltet werden – von zwei Wochen bis hin zu einem ganzen Schuljahr im Ausland. Dadurch erhalten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine andere Kultur intensiv kennenzulernen und wertvolle internationale Erfahrungen zu sammeln.

Neben der Schule begeisterten mich vor allem das Essen, das milde Wetter, die Offenheit der Menschen und die Lebensfreude im Alltag. Ich habe gelernt, das Glück in kleinen Momenten zu sehen.

Insgesamt war der Austausch eine bereichernde Erfahrung. Ich konnte nicht nur neue Freundschaften schließen, sondern auch sprachlich und kulturell viel dazulernen. Ich habe mich in diesen Ort verliebt. Es war Erholung und Lernen zugleich – eine Erfahrung, die ich jedem empfehlen würde.

Anna Boiko