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Gardasee

Lange aufgeschoben ist nicht aufgehoben … und sie findet doch statt: Die Fahrt der 12er an den Gardasee.

Lange Zeit hing die Durchführung der Abschlussfahrt der diesjährigen Abiturienten am sprichwörtlich seidenen Faden. Corona sorgte für Verschiebungen und lange war nicht klar, ob die Fahrt wirklich stattfinden würde. Aber dann war klar: Sie findet doch statt! Und am Sonntag, den 12. Juni 22, war es dann doch endlich so weit: Hurra, wir fahren an den Gardasee! In Begleitung ihrer Lehrer*innen Herr Peters, Frau Huwer, Herr Kneip und Frau Kutscher setzten sich 62 Abiturienten in den Bus nach Saló am Westufer des Gardasees, wo man in drei verschiedenen Unterkünften Quartier bezog.

Am Montag drauf ging es zunächst nach Bardolino am gegenüberliegenden Ufer, wo man ein bisschen stadtbummeln oder/und baden konnte, während Herr Peters für diejenigen, die gerne mehr von der Umgebung sehen wollten, spontan eine Wanderung anbot.

Am zweiten Tag konnten die Abiturienten zwischen mehreren Möglichkeiten der Freizeitgestaltung wählen. Zur Auswahl stand ein Tagesausflug nach Malcesine, einem der beliebtesten Ferienorte am See. Hier locken ein mittelalterlicher Ortskern, kleine Plätze und eine wunderschöne Uferpromenade sowie die Halbinsel Val die Sogno, die man gut zu Fuß erkunden kann und die mehrere idyllische Badeplätze bietet. Angeboten wurde auch eine Fahrt auf den Monte Baldo, der Hausberg von Malcesine, der mit immerhin 1800 Höhenmetern auf jeden Fall einen Ausflug wert ist. Alternativ wurde eine dritte Variante angeboten, für alle, die mehr Spaß am Klettern haben. Mit Frau Huwer, selbst eine begeisterte Kletterin, ging es zum Klettersteig „Rio Sallagoni“ in Drena, wo man sich gut gesichert unter anderem durch eine imposante Schlucht „hangelte“.

Am Mittwoch stand ein gemeinsamer Tagesausflug nach Venedig auf dem Programm. Mit dem Bus ging es zum Parkplatz, von wo aus ein eigenes Boot für den Transfer zum Markusplatz zur Verfügung stand. Die anschließende Besichtigung der Lagunenstadt, die als Ganzes zu den UNESCO-Welterbestätten gehört und die die Venezianer auch „Serenissima“ – also “Durchlauchtigste” nennen, erfolgte dann auf eigene Faust.

Am Donnerstag gab es wieder zwei Varianten, zwischen denen die Schüler*innen wählen konnten. Angeboten wurden ein Tagesausflug nach Verona unter der fachkundigen Leitung von Herrn Peters und Frau Huwer und eine Canyoning-Tour in Tignale mit Frau Kutscher und Herrn Kneip an der Spitze. Interessenten, die die Heimat von Romeo und Julia kennenlernen und römische Arenen erleben wollten, entschieden sich natürlich für Verona. Alle anderen zwängten sich in Neopren-Anzüge, um einem ortskundigen Guide durch die Schlucht zu folgen, wo es weniger ums Klettern ging, sondern vielmehr um Sprünge ins Wasser und die Benutzung spektakulärer natürlicher Wasserrutschen im Torrente Vione. 

Bevor es am nächsten Morgen gegen 9.30 Uhr wieder heimwärts ging, gab es am letzten Abend, wie schon an den Abenden davor, einen gemeinsamen Ausklang am Strand, wo man es sich einfach nur gut gehen ließ. Und trotz der durchaus anstrengenden Exkursionen an den vorangegangenen Tagen brachten die Abiturienten auf der Rückfahrt nach Hause noch genügend Energie auf für eine St. Gotthard-Tunnel-Disko mit „Daddy Cool“ – Chorgesang.

Während des ganzen Aufenthaltes genossen die Abiturienten ihre letzte gemeinsame Zeit miteinander – eine gemeinsame Zeit, die sie vor allem der Hartnäckigkeit und Geduld ihres Schulleiters zu verdanken haben, der sich seit geraumer Zeit unentwegt für die Fahrt eingesetzt hat. Übrigens: Für beide, für den Schulleiter und für die Abiturienten, war dies die ultimativ letzte Klassenfahrt. Die einen verlassen die Schule in Ausbildung oder Studium, der andere verlässt zum Schuljahresende die Schule in Richtung wohlverdienten (Un-)Ruhestand.