Und erneut heißt es ‚buongiorno a tutti‘
Am Montag, den 16. März, empfing das Christian von Mannlich Gymnasium acht Gäste aus Italien. Fünf Lehrkräfte und drei Schülerinnen der italienischen Partnerschule Liceo Ugo Foscolo haben den Weg aus Albano Laziale nach Homburg auf sich genommen, um an unserem Schulalltag teilzunehmen und die Region kennenzulernen. Während die Lehrerinnen und Lehrer ein einwöchiges Job Shadowing an unserer Schule machten, waren die italienischen Schülerinnen für zwei Wochen in Gastfamilien von Schülerinnen des CvMs untergebracht, was den Geist der ‚Mannlich Family‘ zeigt.
Im Zuge des Austauschs standen neben dem Besuch des Unterrichts zahlreiche Aktivitäten an, welche den italienischen Gästen ‚la dolce vita’ in Homburg und Umgebung zeigen sollten. Mit einem gemeinsamen Abendessen in der Schulaula startete die Woche, was nicht nur einen ersten Kontakt zwischen den Familien und den italienischen Gastschülerinnen ermöglichte, sondern auch den Gästen die deutsch-französische Küche näherbrachte. Der nächste Tag begann mit einem Treffen der Erasmusgruppe des Mannlich Gymnasiums unter der Leitung der Europakoordinatorin Isabelle Breyer. Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen hatten vielfältige Vorträge beispielsweise zur römischen Geschichte der Saarregion und zu den beiden Schulen vorbereitet. Ein Schulrundgang durch das Mannlich-Gymnasium rundete dieses Treffen ab. Hierbei zeigten sich die italienischen Lehrkräfte insbesondere von unserem neuen, hellen und technisch ausgestatteten Schulgebäude beeindruckt. Unsere Schulcafeteria mit frischen Leckereien war während des Rundgangs, aber auch während des gesamten Aufenthalts ein Highlight für die Austauschschülerinnen, die aus ihrer Schule nur Automaten mit Snacks kannten.
Die sich an den Unterrichtsbesuch anschließende Stadtführung in italienischer Sprache, die von der Stadt Homburg initiiert wurde, verstärkte den positiven Eindruck unserer Gäste, die sich laut eigenen Angaben ‚wie zuhause‘ bei uns fühlten. Von der Stadt Homburg wurden am Tag darauf zudem alle am Austausch Beteiligten zu einem Empfang im Rathaus eingeladen, bei dem unter anderem Oberbürgermeister Forster die Wichtigkeit der Partnerschaft zwischen Albano Laziale und Homburg betonte. Partnerschaft entstehe nicht nur auf dem Papier, sondern durch gemeinsame Aktivitäten, da waren sich alle einig.
Deshalb war ein weiterer Programmpunkt in der ersten Woche der Besuch der Schlossberghöhlen, um den italienischen Gästen unsere regionalen Sehenswürdigkeiten zu präsentieren. Die Lehrkräfte und Schülerinnen begeisterten sich dabei sowohl für die Sandsteinhöhlen als auch für den wunderschönen Blick auf die Stadt Homburg und unsere Schule.
Begeisterung rief auch der Besuch bei dem regionalen Unternehmen Dr. Theiss Naturwaren hervor. Dieses lud die deutschen und italienischen Schülerinnen und Schüler ein, um einen Einblick in die saarländische Unternehmensführung zu gewähren. Neben der Geschichte der Firma lernten die Jugendlichen auch verschiedene Produkte kennen, die in Italien, jedoch nicht in Deutschland verkauft werden. Das Ausprobieren von Produkten zählte ebenso wie der Blick auf die Produktionsstätte zu den Highlights des Firmenbesuchs.
Im Zuge des Austauschs wurden zudem die nächsten Projekte in Albano Laziale und Homburg geplant. Im November wird eine Gruppe an Schülerinnen und Schülern des Mannlich-Gymnasiums nach Albano Laziale reisen und im März soll der Gegenbesuch der italienischen Partnerschule erfolgen. Während dieser beiden Aufenthalte soll die gemeinsame römische Vergangenheit theoretisch und praktisch in den Blick genommen werden, was sich aufgrund der historischen und räumlichen Nähe Albano Laziales zu Rom und unserer Geschichte als Stadt in der römischen Provinz anbietet.
Auch bei diesem Austausch wurde bereits der römischen Vergangenheit unserer Region Aufmerksamkeit gezollt. In der zweiten Woche des Austauschs begaben sich die italienischen Gastschülerinnen und eine Gruppe an Schülerinnen des Mannlich- Gymnasiums ins Römermuseum in Schwarzenacker. Nach einer kurzen Führung wurden gemeinsam römische Gerichte gekocht, was nicht nur großen Spaß machten, sondern auch eine leckere Abwechslung zu den üblichen deutschen und italienischen Gerichten war.
Nach zwei solchen Wochen voller kultureller und kulinarischer Erfahrungen und gemeinsamem Lernen und Lachen ist es daher nicht verwunderlich, dass der Abschied uns und unseren italienischen Gästen schwerfiel. Das Wissen, dass es nur ein Abschied auf Zeit sein wird, da neue schulische Projekte geplant sind und die Schülerinnen private Kontakte geknüpft haben, machte es jedoch leichter.
Cari saluti,
Elisabeth Huwer








