Territoire et mémoire – Eine bewegende Woche im Elsass
Vom 23. bis 27. März 2026 erlebten unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 eine ganz besondere Woche: Gemeinsam mit einer Schülergruppe aus Paris trafen wir uns in der Villa Riesack in Niederbronn-les-Bains, um im Rahmen des Projekts „Territoire et mémoire“ das Elsass und seine bewegte und bewegende Geschichte zu entdecken.
Schnell wurde deutlich, dass diese Begegnung weit mehr war als ein klassischer Austausch. Bei der gemeinsamen Arbeit, in Gesprächen und während spannender Exkursionen tauchten wir tief in die deutsch-französische Vergangenheit ein. Ein besonders eindrucksvoller Moment war der Besuch der Kriegsgräberstätte in Niederbronn. Dort setzten sich die Schülerinnen und Schüler neben der Führung über den Friehof anhand von Archivmaterial mit den Schicksalen einzelner Familien zur Zeit des Zweiten Weltkriegs auseinander. Die Geschichten der elsässischen Bevölkerung berührten alle sehr – und machten zugleich deutlich, wie wichtig Erinnerungsarbeit ist. Mit großer Bewunderung blickten wir auf jene Menschen, die nach dem Krieg den Mut hatten, ihre Erfahrungen – etwa im Albert-Schweitzer-Institut – zu teilen.

Auch die Exkursion zur Zitadelle von Bitche hinterließ bleibende Eindrücke: Die Auseinandersetzung mit den Ereignissen von 1870/71 ließ die Schülerinnen und Schüler die Härte der damaligen Zeit nachempfinden. Besonders die bewegenden Darstellungen der Kriegsjahre und das Gedenken an die vielen Opfer waren sehr ergreifend.
Doch nicht nur die Vergangenheit stand im Mittelpunkt – auch Kreativität und Teamarbeit kamen voll zum Tragen. In gemischten deutsch-französischen Gruppen entstanden beeindruckende Ergebnisse: der Film „L’Alsace entre guerre et amitié / Das Elsass zwischen Krieg und Freundschaft“, ein selbst gestaltetes Memory-Spiel sowie selbst entworfene Gemälde entstanden.
Neben der intensiven Projektarbeit gab es zahlreiche schöne und lustige Erlebnisse: Bei Wanderungen wurde die Natur erkundet, beim Volleyball gelacht und beim Theaterspielen improvisiert. Besonders die Abende in der Villa Riesack – das gemeinsame Kochen und Essen – stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Ein Highlight war natürlich der traditionelle elsässische Flammkuchenabend, währenddessen einige Schülerinnen und Schüler ihre erste tarte flambée probieren konnten.

Die Woche war geprägt von nachdenklichen, bewegenden, aber auch von vielen fröhlichen Augenblicken. Wir konnten hautnah erfahren, was deutsch-französische Freundschaft bedeutet und warum wir sie lieben.
Das Fazit der Filmgruppe bringt es auf den Punkt: „Nie wieder Krieg – plus jamais la guerre.“ Andere Teilnehmende ergänzten: „On a aimé l’entente avec les Allemands – wir haben neue Freunde gefunden.“
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Lips, der Eigentümerin der Villa Riesack, die uns während des Aufenthalts Herzlichkeit und Gastfreundschaft entgeggengebracht hat.













